Wir über uns: Tradition im Herzen, den Fokus im Visier
Unsere Wurzeln: Über 50 Jahre SSV Merdingen
Gegründet im Jahr 1972, sind wir seit über fünf Jahrzehnten eine feste Größe im Merdinger Vereinsleben. Was als kleine Gemeinschaft von Schießsport-Begeisterten begann, feierte 2022 sein 50-jähriges Jubiläum. Heute sind wir ein moderner Verein, der stolz auf seine Geschichte blickt und gleichzeitig die Zukunft des Sportschießens aktiv gestaltet.
Unser Zuhause: Sportstätte mit Weitblick
Du findest uns in der Paul-Mathis-Straße, idyllisch gelegen zwischen dem Kalkwerk und Niederrimsingen. Hier bieten wir optimale Bedingungen für jede Disziplin:
- 10m-Stand: Präzision pur mit Luftdruckwaffen auf modernen elektronischen Anlagen.
- 25m-Stand: Für Kurzwaffen-Disziplinen.
- 50m-Großkaliberstand: Ein echtes Highlight für Langwaffen-Schützen.
- Sicherheit & Qualität: Als Mitglied im SBSV, DSB und BSB garantieren wir sportliches Training auf höchstem Niveau und unter strengsten Sicherheitsstandards.
Mehr als Sport: Die Merdinger Gemeinschaft
Beim SSV Merdingen geht es um mehr als nur Ringzahlen. Wir sind eine eingeschworene Truppe, die anpackt und feiert:
- Gelebte Tradition: Ob beim legendären Brezelschießen am 6. Januar oder dem jährlichen Königsschießen wie auch das Ordonnanzschießen – wir halten Bräuche lebendig.
- Gemeinsam stark: Unsere Anlage pflegen wir in Eigenregie bei regelmäßigen Arbeitseinsätzen. Hier wird Kameradschaft großgeschrieben. Dabei müssen alle Mitglieder zwischen 18 und 60 im Jahr 20 Arbeitsstunden einbringen um unsere Anlagen Funktionsfähig zu halten. (Jede nicht geleistete Arbeitsstunde wird mit 15 Euro beglichen).
- Ruhepol: Unser Schützenhaus ist der perfekte Ort, um der Hektik des Alltags zu entfliehen und sich in besinnlicher Runde auszutauschen.
Unser Vorstand
Willi Beisken
Ehrenoberschützenmeister
Thomas Plocher
Oberschützenmeister
Manuel Scherer
Schützenmeister
Markus Schlegel
Schatzmeister
Hanna Scherer
Schriftführerin
Marco Nägele
Sportleiter
Michaela Franke
Jugendleiterin
Sascha Ehrhardt
Medien und Technik
Sven Dohrmann
Beisitzer
Galerie
Unsere Chronik
Im Jahr 1972 gründeten 19 Bedienstete der Grundnetzschalt- und Vermittlungstelle der Bundeswehr 52 eine betriebliche Schießsportgruppe. Als Sprecher und 1. Vorsitzender wurde Paul Belledin benannt. Dienststellenleiter Dieter Schreiber begrüßte diese Initiative und stellte der Interessengemeinschaft ein Luftgewehr zur Verfügung. Ebenso ermöglichte er die Einrichtung von 6 Schießständen für Luftgewehr in den Kellerräumen des sogenannten Bunkers. Ein von ihm gestifteter Wanderpokal wurde am 20.12.1972 ausgeschossen. In den Jahren 1973 und 1974 interessierten sich auch die „Merdinger“ für den Schießsport und man beschloss, auch keine Bundeswehrangehörige in die Gruppe aufzunehmen. Trotz komplizierter Sicherheitsvorschriften der Bundeswehr und bedingter Aufnahmevoraussetzungen waren es in kurzer Zeit über 40 Mitglieder aus Merdingen und Umgebung. Nun wurde eine Leistungsriege aufgestellt, die Vergleichskämpfe mit verschiedenen Bundeswehreinheiten, französischen Streitkräften, Polizei und Zoll austrug.
Ab 1.1.1975 wurde die Schießsportvereinigung dann Mitglied beim Südbadischen Sportschützenverband. Somit war die Möglichkeit geschaffen, an ausgeschriebenen Wettkämpfen teilzunehmen. Am 21.11.1975 wurde der Verein dann als Schießsportvereinigung Merdingen 1972 e.V. ins Vereinsregister des Amtsgerichts Breisach aufgenommen. Aufgrund der stetigen Aufwärtsentwicklung war allen klar, dass eine Dauerbleibe im Bunker kaum denkbar war. Der Vorstand nahm deshalb die ersten Verhandlungen mit der Gemeinde bezüglich der Überlassung eines Schießgeländes auf, doch ein geeigneter Standort konnte vorerst nicht gefunden werden.
Am 17. Februar 1976 erhielt die Schießsportvereinigung ein Schreiben des Dienststellenleiters der GSVBw 52, dass ab sofort nur noch Vereinsmitglieder, die zugleich Bedienstete der Bundeswehr sind, die Liegenschaft zum Schießtraining betreten dürfen. Kurzfristig musste man eine neue Bleibe suchen, es wurde mit der Gemeinde und Privatleuten verhandelt. Durch Vermittlung von Otto Bucher aus Niederrimsingen konnte bei der Familie Schmidt (Rothaus) in einem Nebengebäude ein gemütliches, kleines Vereinsheim mit 4 Luftgewehrständen eingerichtet werden. Am 1. Juli 1976 war die Eröffnung im Rothaus und die Vereinsmitglieder konnten wieder für die nahestehenden Rundenwettkämpfe trainieren.
In der Jahreshauptversammlung am 11. März 1977 wurde dann Stefan Schopp zum 1. Vorstand und Hans-Dieter Langner zum 2. Vorstand gewählt. Leider konnte der 1. Vorsitzende sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nur kurzfristig wahrnehmen. Der 1. Vorsitzende legte sein Amt am 1.10.1977 nieder. In einer außerordentlichen Sitzung wurde Hans-Dieter Langner zum 1. Vorsitzenden und Richard Bührer zum 2. Vorsitzenden gewählt. Am 11. Februar 1978 wurde bei einer ordentlichen Jahreshauptversammlung die Wahl des 1. und 2. Vorstands durch die Mitglieder bestätigt. Bis zum heutigen Tag steht Hans-Dieter Langner als Oberschützenmeister dem Verein vor.
Im Jahr 1978 wurden die ersten Grundstücke des heutigen Schießsportgeländes aus Privatbesitz käuflich erworben. Dann begann der lange Weg zu den Behörden. In langwierigen Verhandlungen mit den Fachbehörden wurde nun über die Erstellung eines Schützenhauses im Gewann „Enge“ beraten.
Am 26. Februar 1981 konnte dann die Planung von Architekt Schleypen beim Landratsamt eingereicht werden. Viele Hindernisse mussten noch überwunden werden, bis dann am 16. Februar 1984 die Baugenehmigung erteilt wurde. Zunächst musste nun eine Zufahrtsstraße gebaut werden. Am 14. April begann die Fa. Baldinger mit dem Wegebau. Und schon am 1. Mai war es möglich, einen „1. Mai-Hock“ für die Bevölkerung zu veranstalten. Dieser 1. Mai-Hock hat bis heute große Tradition im Verein.
Mitte Mai wurde die Baugrube ausgehoben und mit dem Bau begonnen. In vielen freiwilligen Stunden der Mitglieder wurde im Laufe des Sommers der Rohbau erstellt. Der kalte Winter stoppte dann die Bautätigkeit, doch als die Witterung im Frühjahr 1985 es wieder zuließ, wurde tatkräftig weitergebaut. Mit Stolz konnte der Verein nach mühseligem Arbeitseinsatz am 13. Juni 1986 das neue Schützenhaus einweihen. Das Schützenhaus hatte zuerst nur 10 Luftgewehrstände, aber schon im Spätjahr 1986 wurde mit dem 2. Bauabschnitt begonnen. Es wurde beim Landratsamt Freiburg eine Baugenehmigung für die 25 m und die 50 m Schießbahnen beantragt. Am 27. Juli 1987 erteilte das Amt die Baugenehmigung. Und wieder wurde kräftig gearbeitet. Umfangreiche Erdarbeiten waren vonnöten, um Teile des Bergs abzutragen. Zuerst wurde mit den 25 m Bahnen begonnen.
Am 11.11.1993 nahm das Landratsamt die Schlussabnahme vor und am 17.12.1993 wurde die waffenrechtliche Genehmigung erteilt. Nachdem die 25 m-Bahnen fertig waren, wurde die letzte Bauphase, die 50 m-Bahnen, begonnen. Am 18.10.1996 fand die Schlussabnahme statt und am 05.12.1996 wurde die waffenrechtliche Genehmigung erteilt.
Der Sportschützenverein Merdingen 1972 e.V., der Vereinsname wurde 1990 bei einer Mitgliederversammlung geändert, verfügt heute über eine nach den neuesten Standards gebaute Schießsportanlage. Besonders stolz ist der Verein, dass zur Verwirklichung der Anlagen keine Bankkredite gebraucht wurden, dank einiger Mitglieder, die dem Verein finanziell geholfen haben. Der Verein hat in der Vergangenheit bei Festen wie dem 1. Mai-Hock, dem Gassenweinfest und anderen Vereinsfesten die Gemeinschaft der ortsansässigen Vereine gepflegt. Dies will der SSV Merdingen auch in Zukunft tun. Dem Sportschützenverein ist es schon zweimal gelungen, den Kreisschützentag 1995 und 1997 nach Merdingen zu holen. Unsere Schützen nehmen an Rundenwettkämpfen, den Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften teil.
Alle diese Aktivitäten wären nicht möglich gewesen ohne den unermüdlichen Einsatz aller Mitglieder, von Firmen und Gönnern des Vereins. Ihnen allen sei hier nochmals gedankt, dass dieses Jubiläum stattfinden kann.
Möge der Sportschützenverein immer Begegnungsstätte für alle sein, deren Freude und Leidenschaft das Sportschießen ist. Wir wünschen allen jederzeit „Gut Schuss“.
Der Chronist